SCHÜTTUNGEN

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Mit Liapor-Schüttungen ergeben sich sowohl für die Sanierung als auch für den Neubau dauerhafte, einfache und bauphysikalische einwandfreie Lösungen.

 

 

 

In den nachfolgenden Beispielen werden einige Anregungen für die Planung und Ausführung gegeben, beschränkt auf wenige systematische Darstellungen. Zusätzlich gibt es zahlreiche weiter Einsatzmöglichkeiten für unproblematische Liappr-Schüttugen.

 

 

 

In den Beispielen wird man auch für diese Fälle in den Skizzen das richtige Lösungsprinzip finden. Bei bauspezifisch besonders schwierigen Anwendungen empfiehlt sich der Rat von Fachleuten.

 

 

 

Es stehen für Liapor-Schüttungen unterschiedliche Liapor-Materialien zur Verfügung, die nach Anwendungsgebiet und geforderten Eigenschaften definiert werden. Nachfolgend beschrieben sind aus der Vielzahl von Anwendungsfehlern vier Alternativen: Lose Hohlraumschüttungen und gebundene Ausgleichsschüttugen.

Umweltverträglichkeit

Der Liapor-Ton ist ein Schieferton, der vor ca. 180 Millionen Jahren aus Ablagerungen des Jura-Meeres entstanden ist. Er besteht hauptsächlich aus den Mineralien Illit, Kaolinit und Quarz. Fossile Ablagerungen und im Ton befindliche spezielle Minerale bewirken beim Brennprozess der Rohgranalie bei ca. 1200 ° C eine Expansion mit innerer Porenbildung. Die luftporendurchsetzten Liapor-Tonkugeln werden nicht nur nach der DIN 4226 und EN 13066-1 kontorlliert, sondern es wird die gesamtheitliche Bewertung der Liapor-Zuschläge bezüglich ihrer ökologischen Unbedenklichkeit regelmäßig durch die "Arbeitsgemeinschaft Umweltvertägliches Bauprodukt e. V." in München überwacht. Vorprodukte, Herstellung der Produkte, Ver- und Bearbeitung, Nutzung, Entsorgung, Recycling und mögliche Störfälle (z. B. bei Brand) werden dabei berücksichtigt.

 

 

 

Diese zusätzliche Überwachung steht im EInklang mit der Richtlinie des Rates der Europäischen Gemeinschaft über Bauprodukte und mit dem Grundlagendokument "Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz", die die Basis für europäische Normen und Leitlinien der Zulassungen sowie für die Anerkennung nationaler Spezifikationen sind.

 

 

 

Angefangen beim landschaftsschonenden Abbau des Tons über den gesamten Lebenszyklus ist Liapor umweltvertäglich und baubiologisch empfehlenswert. Dass Liapor alle Voraussetzungen und Ansprüche an baubiologisch einwandfreies Wohnen erfüllt, belegen die Prüfsiegel vieler anerkannter baubiologischer Institute:

 

 

Das Österreichische, von Prof. Friedensreich Hundertwasser gestaltete Umweltzeichen

Umweltzeichen

Östereichisches Institut für Baubiologie und -ökologie

Oestereichisches Institut

Arbeitsgemeinschaft umweltverträgliches Bauprodukt e. V. (AUB)

AUB

Institut für Baubiologie Rosenheim (IBR)

IBR

Eigenschaften

 

Korngröße

Liapor wird grundsätzlich in verschiedenen Schüttdichten bzw. Rohdichten und unterschiedlichen Korngruppen hergestellt. Vorwiegend wird das Produkt Liapor 4/8 eingesetzt. 

Bauphysik

Wärmedämmung

Die Wärmeleitfähigkeit  l ist abhängig von der Schüttdichte und der Kornrohdichte und somit von der verwendeten Liapor-Sorte. Ein niedrieges Schüttgewicht, d. h. leichtes Liapor, ergibt die niedrige Wärmeleitfähigkeit und damit die höhere Wärmedämmung.
 

Bei wärmetechnischen Berechnungen dürfen nach Zulassung Nr. Z-23.11-1137 des Deutschen Institutes für Bautechnik in Berlin folgende Bemessungeswerte eingesetzt werden:
 

 

Deutschland

Österreich

 l [W/mK]

 lR [W/mK]

Liapor 4/8

0,10

0,091

 

Schallschutz

Der haufwerksporige Aufbau der Liapor-Schüttung wirkt schallabsorbierend. Eine Anwendung unter schwimmenden Erstrichen (Nass- und Trockenestrich) wirkt luftschalldämmend und auch bedingt trittschalldämmend. 

 
Druckfestigkeit

Liapor hat eine hohe Kornfestigkeit nach DIN EN 13055-1, diese ist abhängig von der Schüttdichte der gewählten Sorte mit Werten zwischen 0,5 und 15 N/mm² (s. Diagramm). 

Durch Verfestigung mit hydraulischen Bindemittel kann die Druckfestigkeit der Schüttung noch wesentlich gesteigert gesteigert werden.


Formstabilität

Geschüttetes Liapor verdichtet sich von selbst zu einer gleichmäßig dichten Schicht. Die formstabilien Liapor-Perlen stauchen sich nicht nachträglich zusammen. Folglich wird auch mit 1 m³ Liapor ein Hohlraum von 1 m³ dauerhaft ausgefüllt. Liapor verändert sein Volumen nicht, selbst wenn es durchfeuchetet werden sollte. 

 

Feuerbeständigkeit

Als gebrannter Ton ist Liapor durch das Feuer gegangen udn schützt nun selber vor Feuer. Liapor ist ein nicht brennbarer Baustoff der anspruchsvollsten Brandklassen A nach DIN EN 13501-1. Liapor ist hitzebeständig bis min. 1000 ° C, auch bei Dauerbeanspruchung. 


Frostsicherheit

Hohe Brenntemperaturen und die besondere Porenstruktur machen Liapor unempfindlich gegen Frost und Feuchtigkeit.

Die Frostbeständigkeit von Liapor erlaubt den Einsatz selbst bei Minustemperaturen.

Liapor wird laufend nach DIN EN 13055-1 auf Frostbeständigkeit überwacht.

 

Chemische Beständigkeit

Liapor ist nicht nur mechanisch, sondern auch chemisch beständig. Weder anorganische noch organische Säuren und Laugen greifen das Korn an.

Liapor verhält sich im Wasser neutral, schimmelt nicht, verrottet nicht und ist vollkommen geruchsfrei. 

Liapor ist deshalb jederzeit und uneingeschränkt wieder verwendbar.

 
Feuchteverhalten

Liapor ist relativ trochen und nimmt nur wenig Wasser auf (als Körnung). Es ist nicht hygroskopisch und zieht kein Wasser aus der Luft an. Die natürliche  Ausgleichfeuchte liegt unter 0,03 Vol.-%. Selbst nach Durchfeuchtung trocknet es rasch wieder aus. Liapor ist wasserdampfdiffusionsoffenl. Liapor 3 (4/8) nimmt in 24 h ca. 12 % Wasser auf d. h. bei einem Schüttgewicht von ca. 325 kg/m³ ca. 40 kg.

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